Moin,
ich werde im Oktober mein Studium der Geschichte abschließen. Vorm Eintritt ins Berufsleben würde ich gerne wissen, wieviel "dran" ist, an meinen Spinnereien über ein Leben auf dem Meer.
Meine Erfahrung stammt vornehmlich vom Bodensee. 440 sm gab es auf dem Mittelmeer im Rahmen eines SKS-Törns. Ich trainiere halbwegs regelmäßig auf einer 37-Fuß Yacht für Regatten, bin daher mit den gängigen Manövern an fast allen Positionen gut vertraut (bis auf Steuermann), kann Spi segeln. Auf einem etwas kleineren Boot bin ich auch ein paar Regatten und Trainings als Steuermann gefahren.
Ich arbeite außerdem seit drei Jahren nebenher als Segelausbilder, aber das bringt wohl weniger was für Hochseetörns. Außer eben, dass man viel auf dem Wasser ist, in Übung bleibt, viel Routine auf dem Wasser hat, Blick und Gespür für Wind und Wellen bekommt (und die Pflicht-Rettungsmanöver ziemlich gut beherrscht...).
Ich halte was von Seemannschaft, bin aber der Meinung, dass man die auch etwas lockerer durchsetzen kann, außer in aufwendigeren Manövern, da muss es halt passen. Der Skipper ist der Chef, aber wenn der das nicht so raushängen lässt, macht das ganze mehr Spaß.
Ich koche ansonsten ganz gut und bin unkompliziert. Kann Verantwortung übernehmen, spreche mich aber auch ab, wenn was nicht klappen will.
Finanziell sieht es am Studienende natürlich nicht so super gut aus, auch nicht ganz schlecht. Wenn ich aus der Karibik zurückfliegen müsste, reduziert sich das Budget natürlich etwas, deshalb fahre ich auch gerne "nur" von Europa auf die Kanaren (oder Kapverden), dann ist das mit dem Fliegen günstiger - und das restliche Budget besser. Hand gegen Koje daher am liebsten, kleine Kostenbeteiligungen wären aber auch denkbar.
Denn mal sehen, was kommt...
Markus
